
ROKKO war bis April 2009 eine
Bereicherung in unserem Leben!
Anfang April 2007 wurde ich angerufen und gefragt ob ich denn einen 9 Jahre
alten Spitzmischling für ca. 2 Monate bei mir aufnehmen könnte. Die Besitzerin
erkrankte schwer und so wusste man nicht wo hin mit "Rokko". Uns tat der kleine
Kerl leid und so sagten wir zu. Leider wurde uns schon nach kurzer Zeit bewusst,
dass seine Besitzerin wohl nicht mehr nach Hause kommen würde und Rokko somit
wohl im Tierheim landet. Nachdem wir uns ja im Jänner von Charly verabschieden
mussten war ein Platz in unserem Rudel frei und wir entschlossen uns Rokko als
Pflegehund bei uns aufzunehmen.
Rokko nahm in den ersten Monaten bei uns über sieben Kilo ab und bekam nach
Absprache mit dem Tierarzt ein paar homöopathische Mittel für sein Herz und den
Kreislauf, er ist ja nicht mehr der Jüngste. Innerhalb kürzester Zeit wurden
seine Lebensgeister wieder neu geweckt. Bald schon konnte er mit uns auch länger
spazieren gehen und durch Bonny lernte er auf seine alten Tage
sogar noch Apportieren.
Er zeigte uns, dass auch ein alter Hund noch so einiges lernen kann und man ihn
noch lange nicht zum alten Eisen abschieben darf.
War es für ihn Anfangs noch ein großes Problem wenn wir ihn z. B. zu einem
Working Test mitnahmen, wo er andere Hunde traf, so war es schon nach kurzer
Zeit kein Thema mehr und die anderen Hunde wurden einfach ignoriert. Nur wenn
jemand gar zu neugierig ist, dann muss auch unser alter Kerl mal sagen, dass er
seine Ruhe haben will. Und ich bin der Meinung, dass war auch
sein gutes Recht.
Diesen kleinen Kerl musste man einfach lieb haben!
CHARLY,
11.02.1999 – 05.01.2007
Charly lernte ich kennen, da war er gerade mal fünf Tage alt. Ich kann mich noch
genau erinnern, ich hatte eine gelbe Winterjacke und als ich ihn auf den Arm
nahm, hatte er gerade mal die Größe um zwischen meinem Handgelenk und meinen
Ellebogen zu passen. Er war ganz schwarz und hatte an den Pfoten und auf der
Brust weiße Flecken. Und seine Schwanzspitze war weiß.
Wir freuten uns riesig als wir ihn mit acht Wochen endlich zu uns holen konnten.
Leider hatte ich damals absolut keine Ahnung von Hunden und ihrer Erziehung und
so kam es wie es kommen musste. Trotz des Besuches einer Hundeschule konnte ich
meine Fehler, die ich in den ersten Monaten machte, nie ganz wettmachen.
Er liebte uns trotzdem!
Charly musste viel über sich „ergehen“ lassen. Am Anfang gingen wir in eine
„herkömmliche“ Hundeschule, das erste was wir lernten war ein Leinenruck. Ich
wusste es leider nicht besser. Nachdem es aber irgendwann mal auch in der
Hundschule nicht mehr so klappte, wie es laut Kursleiter sollte, Charly fand das
spielen mit Hundefreunden viel besser, waren wir nicht mehr gerne gesehene Gäste
am Hundeplatz.
Erst durch unseren ersten Urlaub im Huntel und Gespräche mit Barbara wurde mir
klar, dass es auch anders gehen kann.
Viele, viele Bücher wurden gekauft, gelesen und natürlich an Charly
„ausprobiert“. Schleppleine, Clickertraining und was sonst noch so alles zu
finden war, wir probierten alles aus. Mit mehr oder weniger großem Erfolg. Nicht
nur Charly lernte doch noch das eine oder andere dazu, auch ich konnte so
manches mal nur staunen.
Ich wollte wieder eine Hundeschule besuchen, nur diesmal sollte es bitte anders
ablaufen. Und so fand ich die Hundeschule von Sabine Lenk. Gott sei dank!
Charly, der knapp 45 kg wog, lernte sich doch noch zu benehmen wenn andere Hunde
kamen. Und mir machte das zusehen bei Welpen- und Junghundestunden so viel Spaß,
dass ich beschloss jede Woche bei den Kursen zu helfen.
Dank dieser Lehrzeit bei Sabine kann ich heute selbst Menschen mit ihren Hunden
einen Teil ihres Weges begleiten und helfen.
Charly war stets unser „Riesenbaby“ und trotz seiner Größe und der dunklen
Fellfarbe bei Kindern sehr beliebt. Wann immer es etwas zu fressen gab war
Charly sicher der erste der kam und hoffte, dass auch für ihn etwas abfallen
würde. Er liebte es mit uns auf der Alm über die Wiesen zu laufen und wenn er so
richtig müde war dann gab es nur einen richtig gemütlichen Platz, unter der
Decke bei Hubert im Bett.
Als zu Ostern 2005 unsere Bonny bei uns einzog, konnte er es gar nicht glauben
was da passiert. Ich glaube er hoffte sehr lange, dass wir das kleine Ungeheuer
doch noch zurückbringen würden. Trotz seiner Skepsis war er zu Bonny stets wie
ein netter Onkel. Bonny konnte mit ihm machen was sie wollte, besonders begehrt
waren Charlies lange Ohren, er zeigte ihr nie wo die Grenzen waren. Nur manchmal
war sein Blick als wollte er sagen: Du hast die Plage ins Haus gebracht, also tu
jetzt auch was dagegen!!
Desto länger Bonny jedoch bei uns war, umso lieber hatten die beiden sich. Bonny
„durfte“ ihm täglich sein Gesicht und die Ohren waschen, dafür spielte er wieder
einmal Tauziehen mit ihr. Es war schön zu beobachten wie sich zwischen den
beiden eine richtige Freundschaft entwickelte.
Als Charly im Herbst 2006 an Krebs erkrankte und am 05. Jänner 2007 viel zu früh
von uns ging, wurde in Loch in unser Rudel gerissen.
Er war mein erster treuer Begleiter, in seiner Nähe fühlte ich mich selbst in
der Dunkelheit so richtig sicher und wenn es mir so richtig schlecht ging dann
wusste er immer wie er mich wieder aufmuntern konnte.
Wir sind traurig, dass du nicht mehr da bist aber noch mehr sind wir glücklich
dass wir dich hatten. Wir danken dir für all die schönen Stunden die wir ohne
dich nie gehabt hätten.
Du wirst immer in unseren Herzen sein.